Wenn eine Wurzelkanalbehandlung nicht ausgereicht hat und der Zahn trotzdem Beschwerden macht, muss er nicht automatisch gezogen werden. Die Wurzelspitzenresektion entfernt die entzündete Wurzelspitze mikrochirurgisch – der Zahn bleibt erhalten. An unserem Hauptstandort an der Heerstraße in Duisburg-Hochfeld führt Boris Edelmann, Fachzahnarzt für Oralchirurgie, diesen Eingriff durch, auf Wunsch in Vollnarkose.
Der Anspruch ist einfach: Erst alles versuchen, um den Zahn zu behalten. Ein Implantat ist eine gute Lösung – aber kein Ersatz für einen eigenen Zahn, der noch zu retten ist.
Oralchirurgie vor Ort – warum das hier relevant ist
Eine Wurzelspitzenresektion ist ein chirurgischer Eingriff am Knochen, oft in unmittelbarer Nachbarschaft zu Nervkanälen oder zur Kieferhöhle. Viele Praxen überweisen solche Fälle. In Duisburg findet der Eingriff im Haus statt: Diagnostik, Operation und die anschließende prothetische Versorgung – falls doch nötig – laufen beim gleichen Team.
Besonders bei den schwierigen Fällen zahlt sich das aus:
- Mehrwurzelige Backenzähne mit anspruchsvoller Anatomie
- Zähne mit Krone oder Stiftaufbau, bei denen eine Nachbehandlung von oben die Versorgung zerstören würde
- Abgebrochene Instrumente oder verblockte Kanäle aus früheren Behandlungen
- Zysten an der Wurzelspitze, die mitentfernt werden müssen
- Wurzelspitzen in Kieferhöhlennähe, die einen exakt geplanten Zugang erfordern
Wann der Eingriff sinnvoll ist
Eine Wurzelkanalbehandlung reinigt und verschließt das Kanalsystem von der Zahnkrone aus. Das funktioniert meistens. Wenn nicht, bleibt Entzündungsgewebe im Knochen an der Wurzelspitze zurück – erkennbar an Druckgefühl, Aufbissschmerz, wiederkehrender Schwellung oder als dunkle Zone im Röntgenbild. Ursache sind oft feine Seitenkanäle oder gekrümmte Wurzeln, die mit Instrumenten von oben nicht erreichbar sind.
Der chirurgische Weg über die Wurzelspitze löst genau dieses Problem: Man kommt direkt an die Entzündung, statt sie durch den Zahn hindurch zu behandeln.
Ablauf in Duisburg
- 3D-Diagnostik: Mit digitalem 3D-Röntgen beurteilen wir Wurzelanatomie, Ausdehnung der Entzündung und die Nachbarschaft zu Nerv und Kieferhöhle. Danach steht der Zugangsweg fest, bevor der erste Schnitt erfolgt.
- Betäubung: Lokal, auf Wunsch mit Lachgas, in Sedierung oder in Vollnarkose durch einen erfahrenen Anästhesisten.
- Zugang: Das Zahnfleisch wird über der Wurzelspitze eröffnet, ein kleines Knochenfenster angelegt – so klein wie möglich.
- Resektion: Die Wurzelspitze wird um etwa zwei bis drei Millimeter gekürzt und mit dem Entzündungsgewebe sowie einer eventuellen Zyste entfernt.
- Retrograder Verschluss: Der Kanal wird von unten dicht versiegelt. Dieser Schritt entscheidet über den Erfolg – ohne dichten Verschluss wandern Bakterien nach.
- Wundverschluss und Nachsorge: Nähte werden nach etwa sieben bis zehn Tagen entfernt. Nach einigen Monaten kontrollieren wir radiologisch, ob der Knochen sich regeneriert hat.
Auch für Angstpatienten machbar
Ein chirurgischer Eingriff am Kiefer ist für viele die Schwelle, an der sie abbrechen. Deshalb ist die Wurzelspitzenresektion bei uns vollständig in Vollnarkose möglich – Sie schlafen und bekommen von dem Eingriff nichts mit. Wer keine Narkose möchte, kann Lachgas oder Sedierung wählen. Zum Vorgehen bei ausgeprägter Zahnarztangst: Angstpatienten Duisburg.
Die Aufklärung erfolgt auf Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Russisch, Französisch oder Niederländisch – bei einem Eingriff mit Nerv- und Kieferhöhlennähe sollte niemand nur die Hälfte verstehen.
Erfolgsaussichten realistisch eingeschätzt
Die Wurzelspitzenresektion ist ein bewährter Eingriff mit guten Erfolgsaussichten, insbesondere bei einwurzeligen Frontzähnen. Bei mehrwurzeligen Backenzähnen ist der Eingriff anspruchsvoller und die Prognose etwas zurückhaltender einzuschätzen. Entscheidend sind der dichte retrograde Verschluss, der Zustand des umgebenden Knochens und die Restsubstanz des Zahns.
Was wir nicht machen: einen Erhaltungsversuch schönreden, der aussichtslos ist. Wenn die Prognose schlecht ist, sagen wir das – und besprechen mit Ihnen die Alternative, meist eine Entfernung mit anschließender Versorgung durch ein Implantat, das wir am selben Standort setzen können.
Nach dem Eingriff
- Von außen kühlen, in Intervallen – Schwellung ist in den ersten Tagen normal.
- Körperlich schonen, Sport und Sauna einige Tage aussetzen.
- Weiche Kost, nichts Heißes; die Wundregion beim Putzen zunächst umgehen.
- Kein Nikotin – es verzögert die Knochenheilung deutlich.
- Nachkontrolle wahrnehmen, auch bei Beschwerdefreiheit. Die Knochenheilung dauert Monate und wird radiologisch geprüft.
Kosten und Kassenleistung
Bei entsprechender Indikation ist die Wurzelspitzenresektion grundsätzlich Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Bei hinteren Backenzähnen gilt das eingeschränkt – etwa dann, wenn durch den Erhalt eine geschlossene Zahnreihe gesichert oder vorhandener Zahnersatz erhalten wird. Vollnarkose oder Lachgas auf eigenen Wunsch sind private Zusatzleistungen. Wir klären Ihre Situation vor der Planung und nennen Ihnen die Kosten schriftlich.
Praxis Duisburg – Adresse, Zeiten und Terminbuchung
SmartDent Zahnheilkunde Duisburg
Heerstraße 140–142
47053 Duisburg (Stadtteil Hochfeld, Bezirk Duisburg-Mitte)
Telefon: 0203 93 56 37 77
E-Mail: duisburg@smart-dent.com
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag: 8:00–18:00 Uhr
Freitag: 8:00–14:00 Uhr
Zentral in Duisburg-Mitte an der Heerstraße, gut mit Bus und Bahn erreichbar; Parkmöglichkeiten in der Umgebung. Auch aus Innenstadt, Neudorf, Wanheimerort, Neuenkamp und Duissern schnell erreichbar.
oder anrufen: 0203 93 56 37 77
Häufige Fragen zur Wurzelspitzenresektion in Duisburg
Wer führt den Eingriff in Duisburg durch?
Boris Edelmann, Fachzahnarzt für Oralchirurgie, mit dem Team am Hauptstandort Heerstraße. Auch anspruchsvolle Fälle – mehrwurzelige Backenzähne, Zysten oder Wurzelspitzen in Kieferhöhlennähe – werden hier behandelt, ohne Überweisung an einen anderen Behandler.
Ist der Eingriff eine Alternative zum Zahnziehen?
Genau das ist der Zweck. Die Wurzelspitzenresektion ist der letzte Erhaltungsversuch, bevor ein Zahn entfernt wird. Gelingt sie, behalten Sie den eigenen Zahn samt Wurzel im Knochen – das ist funktionell und langfristig meist die bessere Ausgangslage als eine Lücke mit späterem Implantat oder Brücke.
Kann die Wurzelspitzenresektion in Vollnarkose durchgeführt werden?
Ja. Der Eingriff ist vollständig in Vollnarkose möglich, ebenso mit Sedierung oder Lachgas. Die Narkose übernimmt ein erfahrener Anästhesist in dafür ausgerüsteten Praxisräumen.
Was passiert mit einer Zyste an der Wurzelspitze?
Sie wird im gleichen Eingriff mit entfernt. Das ist einer der Hauptgründe, warum der chirurgische Weg über die Wurzelspitze gewählt wird: Von der Zahnkrone aus lässt sich eine Zyste nicht erreichen. Der Knochen füllt den Defekt anschließend über Monate wieder auf, was wir radiologisch kontrollieren.
Wie hoch ist das Risiko, den Nerv oder die Kieferhöhle zu verletzen?
Beides ist bei sorgfältiger Planung selten. Genau deshalb erfolgt vorab eine dreidimensionale Aufnahme: Sie zeigt exakt, wie nah Nervkanal und Kieferhöhle liegen, sodass der Zugang entsprechend geplant und möglichst klein gehalten werden kann. Über Ihr individuelles Risiko klären wir Sie vor dem Eingriff auf.
